Für die Hater
„El Plastico“: Die höchste Bundesliga-Niederlage der „Roten Bullen“ – Stand Dezember 2019 - stecken die Leipziger im deutschen „El Plastico“ ein. 0:4 verlieren die Sachsen gegen die bei Traditionalisten ebenfalls wenig geliebte Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim. Das ist im Dezember 2017.
Der DFB-Pokal scheint lange wie gemalt für RBL-Gegner: 2015 gibt es eine derbe Niederlage beim Drittligisten Unterhaching. 2016, als Bundesliga-Aufsteiger, vergeigen die „Roten Bullen“ beim gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegenen sächsischen Nachbarn Dynamo Dresden in Runde 1 eine 2:0-Führung und verlieren im Elfmeter-Krimi schließlich mit 6:7 (2:2 n. V.). Ausgerechnet RBL-Urgestein Dominik Kaiser verschießt gegen Dresden-Keeper Marvin Schwäbe. Ein Jahr später fällt die Entscheidung wieder vom Punkt. 1:1 nach Verlängerung gegen den FC Bayern – und dieses Mal versagen Timo Werner die Nerven! Der Nationalspieler scheitert mit dem letzten Leipziger Elfmeter am Münchner Torhüter Sven Ulreich. Ein gewonnenes Elfmeterschießen in einem zentralen Pflichtspiel enthält die Klubchronik noch nicht... (Stand: Dezember 2019).
SV Sandhausen: Ausgerechnet der selbst ernannte „Liga-Zwerg“, der SV Sandhausen, schießt die „Bullen“ in der eigenen Arena höher ab, als jeder andere Klub es bis Ende Dezember 2019 schafft! Die Kurpfälzer gewinnen in der Zweitliga-Saison 2014/15 mit 4:0. Aziz Bouhaddouz trägt sich dabei dreimal in die Torschützenliste ein. Die Saison 2014/15 ist mit Rang fünf die bis dahin schlechteste für die erfolgsverwöhnten „Roten Bullen“. 50 Punkte bedeuten den Tiefstwert für den „Dosen-Club“.
Remis gegen Trondheim: Es ist der letzte Spieltag der Europa-League-Gruppenphase 2018/19. Obwohl „Bruderklub“ RB Salzburg mit 2:1 bei Celtic Glasgow im Parallelspiel wertvolle Schützenhilfe leistet, fliegt Leipzig raus. Gegen das bereits ausgeschiedene Team von Rosenborg Trondheim stolpert die Mannschaft von Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick nur zu einem 1:1 – und verschenkt das Weiterkommen! Drei harte Runden in der Qualifikation sind umsonst. Peinlich auch, wie Rangnick die Blamage anschließend schönredet. „Ich wüsste nicht, was ich der Mannschaft heute vorwerfen müsste“, sagt der Schwabe anschließend… Leipzig wäre bei einem Sieg im Sechzehntelfinale gewesen…
Obwohl RB Leipzig erst seit 2009 besteht, hat der Klub in den beiden höchsten deutschen Spielklassen einige beachtliche Negativrekorde aufgestellt. Negativrekorde, über die sich viele Vereine der Bundesliga freuen würden.

Schlechteste Platzierung der Klub-Historie: 2017/18 reichen 53 Punkte in der Bundesliga nur zu Rang 6. Der Vizemeister des Vorjahres muss damit in die Europa-League-Qualifikation – und kommt in letzter Sekunde gegen Zorya Luhansk aus der Ukraine (3:2 / Hinspiel: 0:0) weiter…
Meiste Niederlagen: 2017/18 müssen die „Roten Bullen“ in der Bundesliga elfmal geschlagen von dannen ziehen – Vereins-Negativrekord!
Meiste Gegentore: Nein, die Saison 2017/18 ist nicht die Spielzeit von RB Leipzig! 53 Gegentore sind bis heute die schlechteste Bilanz für den Newcomer. Schlechteste Tordifferenz: Mit einer Tordifferenz von plus vier (57:53) noch in den Europapokal – Leipzig kommt 2017/18 glimpflich davon…
Der erste Trainerwechsel in der Bundesliga: Mit dem letzten Spiel 2017/18, einem 6:2 in Berlin, verabschiedet sich auch Erfolgscoach Ralph Hasenhüttl aus Leipzig. Der Österreicher hat die „Roten Bullen“ im ersten Bundesliga-Jahr zur Vizemeisterschaft und in die Champions League geführt. Da man sich aber nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen kann, wirft Hasenhüttl hin – und wechselt später in die englische Premier League zum FC Southampton.
1:5 in Kiel: Zu den größten fußballerischen Peinlichkeiten gehört das 1:5 bei Holstein Kiel in der ersten Regionalliga-Saison 2010/11. In der Bundesliga ist Leipzig nie chancenloser als beim ersten Auftritt in der Münchner Allianz Arena am 21. Dezember 2016. Der FC Bayern stellt gegen den Verfolger aus Leipzig mit 3:0 eindrucksvoll die alten Machtverhältnisse wieder her, profitiert allerdings vom frühen Platzverweis gegen Emil Forsberg.