Tragisch
Zwei Episoden am Rand der Leipziger Erfolgsgeschichte: ein Trainer, der an Rangnicks Aufstiegsplan zerbrach, und ein Elektriker, der Red Bull ungewollt nach Sachsen lotste.
Zornigers Sturz an Rangnicks Aufstiegsbefehl
Der Offensivdogmatiker und der Aufstiegsstratege passten nicht zusammen — am 11. Februar 2015 trat Zorniger vorzeitig zurück.
Nach diversen Stationen in Süddeutschland, darunter der des Co-Trainers von Markus Babbel beim VfB Stuttgart, wird Zorniger am 3. Juli 2012 Cheftrainer bei RB Leipzig. Er folgt dem Österreicher Peter Pacult nach, dem der neue Sportdirektor Ralf Rangnick kündigt. Zorniger steigt in seinem ersten Jahr mit den Leipzigern 2013 in die 3. Liga und 2014 in die 2. Bundesliga auf.
Im Rennen um die Aufstiegsplätze zur Bundesliga verliert Leipzig in der Rückrunde 2015 in der Tabelle den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen. In einem Interview lässt er verlautbaren, dass er „nicht aufsteigen müsse.“ Zorniger ist ein Anhänger des Offensivfußballs und lässt seine Teams ungerne verteidigen. Damit hat er bei Ralf Rangnick keine Chance auf Erfolg.
Denn der will aufsteigen – sofort. Zorniger weigert sich, sein Spielsystem umzustellen. Darauf kündigt der Verein an, sich zum Saisonende von ihm zu trennen.
Zorniger tritt am 11. Februar 2015 vorzeitig selbst zurück. Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Titel – heißt es.
Wie ein Leipziger Elektriker Red Bull nach Sachsen holte
Roland Gall suchte 2006 Sponsoren für die BSG Chemie Leipzig — und ebnete versehentlich den Weg für RB Leipzig.
Ein Elektriker gibt den Impuls für Red Bull – Roland Gall heißt der Mann. ,,Ich will mich nicht mit falschen Lorbeeren schmücken, aber die Tür aufgemacht hab ich“, sagt der ehemalige Elektrikermeister im Sommer 2015 in einem Interview. Gall, ein Fan der BSG Chemie Leipzig, sucht 2006 händeringend nach Sponsoren für seinen Herzensklub – und landet bei Red Bull in Österreich. Als er abblitzt, wendet er sich an Dr.
Michael Kölmel, den Besitzer der heutigen Red Bull Arena. Dessen Assistent Dr. Otto Schlörb sorgt schließlich im Oktober 2006 dafür, dass Red Bull in Sachsen anbeißt.
Gall wird Ehrenmitglied bei RB Leipzig. Er verstirbt im November 2015. Mit 65 Jahren.
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Frage 1 von 6
Der Tod des Gründers
Der Mann, ohne den es RB Leipzig nie gegeben hätte, stirbt 2022 in Salzburg – und hinterlässt einen Konzernclub, dessen Zukunft ohne seinen Erfinder neu verhandelt wird.
Mateschitz stirbt — die Maschine läuft weiter
Ohne den Österreicher gäbe es RB Leipzig nicht. Sein Tod 2022 wirft Fragen auf, die bis 2026 unbeantwortet bleiben.
Am 22. Oktober 2022 stirbt Dietrich Mateschitz, der Gründer und Financier von Red Bull, im Alter von 78 Jahren. Ohne Mateschitz gäbe es RB Leipzig nicht. Der Österreicher hatte 2009 die Lizenz des SSV Markranstädt übernommen und daraus in nur sieben Jahren einen Bundesligisten geformt.
Sein Tod wirft Fragen über die Zukunft des Red-Bull-Imperiums auf — die bis 2026 allerdings weitgehend unbeantwortet bleiben. Die Maschine läuft weiter.