Die Unerwünschten
Silly singt im Union-Trikot auf Leipzigs Aufstiegsfeier
Engagiert zur Bundesliga-Feier 2016, erscheint die Berliner Band auf der Bühne in Trikots der vier größten Ost-Konkurrenten.
Band „Silly“ – Die Trikot-Trampel: Die Berliner Band "Silly" sorgt bei der Leipziger Aufstiegsfeier 2016 für einen Eklat. Die Bandmitglieder tragen auf der Bühne Trikots anderer Ostvereine. Sängerin Anna Loos ist im Trikot des damaligen Zweitligisten Union Berlin ans Mikrofon getreten.
Die anderen Musiker haben Jerseys von Dynamo Dresden, Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg angezogen.
Obwohl die Band zu Ehren des in die Bundesliga aufgestiegenen Vereins engagiert worden ist, provozieren sie die zu Tausenden auf dem Marktplatz der Stadt versammelten Fans. Die Menge tobt ob der offenen Brüskierung, die in dieser Form bei anderen Vereinen undenkbar wäre.
Leipzig-Anhänger sehen den Hintergrund in der großen Abneigung, die dem Projekt Rasenballsport Leipzig seit seiner Gründung vor sieben Jahren entgegenschlägt. Ganz schön „silly“!
Baiers obszöne Geste gegen Hasenhüttl
Eine pantomimische Aktion in der 74. Minute kostet den Augsburger Kapitän Sperre und 20.000 Euro Strafe.
In der 74. Minute eines hitzigen Spiels gegen den FC Augsburg im Jahr 2017 geht Daniel Baier rund zehn Meter entfernt von der Leipziger Bank nach einem Zweikampf zu Boden. Beim Aufstehen spuckt er zunächst in Richtung der Trainerbank am Spielfeldrand und deutet im Anschluss die typische „5 gegen Willy“ Bewegung mit der Hand an. Leipzig Trainer Ralph Hasenhüttl hat mehrere Aktionen von Augsburg kommentiert, was den FCA-Kapitän offensichtlich so aufregt, dass er sich zu der obszönen Geste hinreißen lässt.
Im Anschluss des Spiels versucht Baier in der Kabine des Gastgebers, sich für sein Verhalten zu entschuldigen, fliegt aber im hohen Bogen aus derselben raus.
Versöhnung ausgeschlossen. Wer auf dem Rasen fummelt, muss in Leipzig mit Konsequenzen rechnen: Baiers pantomimischer Missgriff landet als „krass sportwidriges Verhalten“ vor dem Sportgericht und kostet ihn eine Spielsperre und 20.000 Euro Strafe.
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Frage 1 von 6
Dunkle Kapitel
Watzkes Getränkedosen-Spott Richtung Leipzig
Der BVB-Boss verurteilt das Konstrukt Leipzig wiederholt scharf und solidarisiert sich mit den RB-boykottierenden Dortmund-Fans.
„Da wird Fußball gespielt, um eine Getränkedose zu promoten“, spricht Watzke abfällig über die Leipziger Aufstiegsmannschaft. Immer wieder kritisiert er (der Chef des einzigen an der Börse notierten Bundesligavereins) die Kommerzialisierung des Fußballs, die in Leipzig besonders augenfällig betrieben würde. Er spricht seine Solidarität gegenüber RB boykottierende Dortmund-Fans aus und verurteilt das „Konstrukt Leipzig“ immer wieder aufs Schärfste.
Auch wenn Watzke sich zu einem Lob der sportlichen Performance herablässt, wird wohl nie eine Freundschaft zwischen dem BVB-Boss und den Bullen entstehen.
Haters gonna hate!