Auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga haben die Köpfe hinter dem RBL-Coup geschickt die Lücken im Regelwerk von DFB und DFL umschifft. Zwischen dem letzten Heimspiel des damaligen Aufsteigers in der 3. Liga gegen den Ex-Bundesligisten 1. FC Saarbrücken (5:1) und der endgültigen Erteilung der Lizenz für die 2. Bundesliga liegen Anfang Mai 2014 zwölf Tage des Wartens. Am 15. Mai 2014 erteilt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) dem ,,Dosenclub“, wie das Red Bull Fußball-Franchise auch abfällig genannt wird, die Lizenz.
Mit Hilfe des Staranwalts Christoph Schickhardt gelingt es RBL, die ,,Eintrittskarte ins Fußball-Establishment“ zu lösen, so schreibt der Autor Ulrich Kroemer in seinem Buch “RB Leipzig – Aufstieg ohne Grenzen” (Verlag DIE WERKSTATT, 2016). Wie? RB Leipzig, verpflichtet sich, zwei der ursprünglichen Forderungen von DFL/DFB zu erfüllen.
Es sind dies zum einen die Änderung des Wappens zur weiteren Abgrenzung vom Red Bull Logo und zum anderen die Besetzung der Führungspositionen mit vom Hauptsponsor unabhängigen Personen. ,,Durch die verbindliche Erklärung, seine Gremien künftig mit mehrheitlich unabhängigen Persönlichkeiten zu besetzen…sowie das bisherige Logo mit Blick auf die Anforderungen der UEFA zu verändern, hat der Klub die wesentlichen Voraussetzungen des Lizenzierungsausschusses erfüllt… Einer Lizenzierung steht daher nichts mehr im Wege.“ So heißt es in der aus Frankfurt nach Leipzig übermittelten Bestätigungsnachricht zur Lizenzerteilung.